Jetzt wird´s grün mit frischen Kräutern

Frische Kräuter
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Kräuter kommen oft nur als Dekoration auf den Teller – schade, denn das aromatische Grünzeug kann Gerichten den speziellen Pfiff verleihen. Duft, Geschmack und Optik sind drei Argumente, die für die Verwendung von Kräutern sprechen.

Aber es gibt auch gesundheitliche Vorteile: Wenn Sie mit Kräutern würzen, benötigen Sie weniger Salz in Ihrem Essen. Das ist besonders für Menschen mit Bluthochdruck interessant, da bei dieser Erkrankung Salz sparsam verwendet werden soll.

Frische Kräuter regen den Appetit an, wirken verdauungsfördernd und haben durch den Gehalt an ätherischen Ölen viele Heilwirkungen. Zudem bereichern sie unser Essen mit Vitaminen und Mineralstoffen.


Kräuter bringen, wie alle grünen Blattgemüse, das B-Vitamin Folsäure mit, das beispielsweise für die Bildung von Blutzellen wichtig ist. Petersilie ist außerdem ein guter Kalziumlieferant.

Einkaufstipps

Achten Sie beim Einkauf von frischen Kräutern darauf, dass die Stengel nicht verholzt und die Blättchen bzw. Nadeln weder gelb noch trocken sind. Ein guter Frischetest ist die Schüttelprobe, dabei sollten keine Blätter abfallen. Nehmen Sie auch die Nase zur Hilfe: Frische Kräuter riechen intensiv!

Verwendung von Kräutern

Waschen Sie die Kräuter gründlich und schütteln Sie sie vorsichtig. So bleibt der Geschmack erhalten.
Zerkleinern Sie Kräuter am besten mit einem Messer oder einer Kräuterwiege und nicht mit einer Küchenmaschine. So vermeiden sie Aromenverluste. Schnittlauch hingegen bleibt mit einer Schere klein geschnitten besonders aromatisch. Dill sollte immer fein geschnitten, aber nie gehackt werden.
Setzen Sie stark würzende Kräuter (Salbei, Rosmarin, Thymian) sparsam ein, in hohen Dosen schmecken sie schnell bitter.

  • für warme und kalte Saucen, z. B. Pilzrahmensauce mit Thymian zu Kurzgebratenem, grüner Kräutersauce oder Pesto mit Nudeln, Senfsauce mit Dill oder Kresse zu gedünstetem Fisch
  • für Dips. z. B. Quark-Kräuter-Dip mit Schnittlauch, Minze und Melisse zu Gemüsesticks
  • für Salatdressings, z. B. Essig-Öl-Dressing mit Basilikum zu Tomatensalat, mit Dill zu Gurkensalat
  • für das Würzen von Gemüsebeilagen, z. B. Kohlrabi-Möhren-Gemüse mit Petersilie, bunter Paprikamix mit Rosmarin
  • für das Würzen von Fleischpfannen, z. B. Putengeschnetzeltes mit Oregano oder asiatisch mit Koriander
  • für Kräutertees, z. B. Thymiantee bei Husten, Salbeitee bei Halsschmerzen


Lagerung & Vorratshaltung von Kräutern

Kräuter halten sich ein paar Tage im Kühlschrank, wenn Sie sie in ein feuchtes Tuch wickeln oder leicht feucht in einen Plastikbeutel geben.

Ein Bund Kräuter stellt man wie Schnittblumen in ein Glas Wasser.

Langfristig bleiben Qualität und Aroma am besten erhalten, wenn Sie die Kräuter tiefkühlen. Entweder können Sie sie zerkleinert mit Wasser in einer Eiswürfelschale einfrieren oder einfach in kleine Beutelchen geben, die Sie in die Tiefkühltruhe legen.
 
Tiefgekühlte Kräuter halten sich bis zu einem Jahr und werden in gefrorenem Zustand in das schon fertige, warme Gericht eingerührt. Vermeiden Sie langes Mitkochen, denn dann leidet der Geschmack.

Essig und Öl selber machen
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Essig & Öl selbst gemacht 

Kräuteressig ist die Basis für ein besonders aromatisches Salatdressing und würzt darüber hinaus Hülsenfrüchte perfekt. Sie können Kräuteressig ganz einfach selbst machen: Je 20 g Rosmarin, Thymian, Basilikum und Dill (oder nach Belieben nur ein Würzkraut in entsprechender Menge) mit einem Liter Weinessig übergießen.

Den Essig an einem sonnigen Platz zwei Wochen ziehen lassen, abfiltern und dunkel lagern. Je nach Geschmack können Sie auch Pfefferkörner, Peperoni und Knoblauch zugeben. Lecker sind  Kräuteröle zur italienischen Spezialität Insalata Caprese (Tomate-Mozzarella) oder anderen mediterranen Antipasti und Salaten.

Zur Herstellung von Kräuterölen eignen sich hochwertige Pflanzenöle aus Raps oder Oliven. Verwenden Sie pro Liter Öl eine Handvoll Kräuter, zum Beispiel Dill, Thymian oder Rosmarin. Diese müssen trocken sein, weil anhaftendes Wasser die Haltbarkeit des Öls beeinträchtigt. Am besten lassen Sie die Kräuterzweige über Nacht trocknen, bevor Sie sie zerkleinern. Dann zum Öl geben und die Mischung zwei bis drei Wochen an einem dunklen Ort stehen lassen.