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Anbau & Lese von Wein

Anbau und Lese von Wein
© Nailia Schwarz - Fotolia.com

Für das Wachsen und Gedeihen der Weinrebe sind Licht, Wärme und Wasser unbedingt erforderlich. 

Dabei können die Intensität des Lichts und die Mengen an Wärme und Wasser recht unterschiedlich sein.

Im Allgemeinen ist jedoch ein gemäßigtes Klima für das Reifen der Weintrauben ideal.

Die Anbaugebiete der Erde lassen sich in zwei Zonen unterteilen:

  • gemäßigtes Klima mit frostigen Wintertemperaturen
    (Nordamerika, Europa und Asien)
  • gemäßigtes Klima mit längeren Trockenzeiten
    (Südamerika, Südafrika und Australien)

Zusätzlich bestimmt der Boden, auf dem die Reben wachsen, die Qualität des Weines. Je nachdem, ob er z. B. trocken oder feucht ist und welche Mineralstoffe er enthält, unterscheiden sich die Ergebnisse der Wein-Qualitäten. Auch die Art der Anpflanzung spielt eine Rolle, ob z. B. die Weinstöcke auf engem oder weitem Raum stehen.

Im September findet die Weinlese statt. Der genaue Zeitpunkt hängt von der Rebsorte und dem Klima ab: In warmen Gegenden werden die Trauben früher geerntet, in kühlen später. Die Lese selbst kann per Hand oder maschinell vorgenommen werden – je nach örtlichen Bedingungen, Kosten und Beschaffenheit der Rebstöcke.

Qualitätsstufen von Wein

Per Weingesetz werden verschiedene Qualitätsstufen festgelegt, deren Ausgestaltung von Land zu Land recht unterschiedlich sein kann. In Deutschland unterscheidet man folgende Stufen:

Tafelweine

Die unterste Gruppe, keine amtliche Qualitätsprüfung, Angaben über Anbaugebiet, Lage oder Ort fehlen. Allerdings stufen Winzer manchmal hochwertige und somit auch teurere Weine in diese Kategorie ein, um Vorgaben der höheren Qualifikationen zu umgehen.

Landweine

Etwas höhere Anforderungen, das Anbaugebiet der Trauben muss auf dem Etikett angegeben sein, der Mindestalkoholgehalt ist höher als bei den Tafelweinen.

Qualitätsweine

Müssen zu 100 % aus einem Anbaugebiet stammen und eine amtliche Qualitätsprüfung durchlaufen haben. 

Prädikatsweine

Höchste Anforderungen hinsichtlich Reife, Harmonie und Eleganz. Es gibt folgende Prädikate:

  • Kabinett: feine, leichte Weine mit geringem Alkoholgehalt
  • Spätlese: reife, elegante Weine mit feiner Frucht, etwas später geerntet
  • Auslesen: edle Weine aus vollreifen Trauben
  • Beerenauslesen: volle, fruchtige Weine aus überreifen, edelfaulen Beeren
  • Trockenbeerenauslesen: Weine aus rosinenartigen, edelfaulen Trauben
  • Eiswein: Wein aus Trauben, die in gefrorenem Zustand geerntet und gekeltert werden, sodass eine Art Konzentrat entsteht - sie sind die hochwertigsten deutschen Weine