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Teekunde

Und was ist mit Tee?

Tee präsentiert sich in vielen Gewändern – ist Genuss, Kultur und Lebensanschauung. Wir laden Sie zu unserem Tee-Spezial auf eine heiße Tasse ein.

Unser Tipp: Tee genießen im Bremer Schnoor Handelskontor

Teekunde
© D. Ott - Fotolia.com

Die Geschmacks-, Farb- und Duftwelt von Tee ist vielfältig: Das so genannte grüne Gold gibt es in über 3000 verschiedenen Sorten, die alle ihren ureigenen Charakter besitzen. Der größte Teil des weltweit getrunkenen Tees stammt von den Blättern der Teepflanzen Camellia sinensis und Camellia assamica. Ob aus den frisch geernteten Blättern jedoch z. B. ein schwarzer oder grüner Tee entsteht, hängt vor allem davon ab, wie die Teeblätter verarbeitet werden.

Streng genommen dürfen nur solche Aufgussgetränke als Tee bezeichnet werden, die aus Teilen der Teepflanze (Blätter, Knospen, Blüten, Stängel) hergestellt werden. Echte Tees sind demnach nur Schwarztee, Grüner Tee, Weißer Tee und Oolong. Andere Mischungen wie Früchte- oder Kräutertees sind lediglich teeähnliche Getränke.

Wieso Tee als echtes Wellness-Getränk bezeichnet werden kann, lesen Sie hier.

Die meisten im  Handel erhältlichen Tees sind übrigens Mischungen (blends) aus verschiedenen Sorten und Ernten, damit der Klimaschwankungen ausgesetzte Tee in gleichbleibender Qualität angeboten werden kann.

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Schwarz oder Grün?

Schwarz oder Grün – das hängt von dem Verarbeitungsverfahren ab. Schwarztee wird fermentiert (Aufbrechen und Oxidieren der Teeblätter), wodurch Gerbstoffe abgebaut werden, das Aroma verfeinert wird und sich seine ursprünglich grünen Blätter braun färben. So erhält er sein typisches, eher kräftiges Aroma und die kupferne Farbe.

Bei grünem Tee werden die Blätter nicht fermentiert, sondern mit heißem Wasserdampf behandelt oder in einer eisernen Pfanne erhitzt. Dadurch bleiben ihm die Gerbstoffe erhalten, was dem grünen Tee einen leicht herben Geschmack verleiht.

Neben einer Vielzahl an Kräuter- und Früchtetees gibt es auch ein großes Angebot aromatisierter Tees, deren Anhängerschaft in den vergangenen Jahren stetig größer geworden ist. Der Klassiker: Earl Grey mit seinem frischen Zitrusduft vom Öl der Bergamotte.

Teegarten
© Iakov Kalinin - Fotolia.com

Herkunft 

Der Ursprung des Tees liegt in China. Bereits vor 5000 Jahren schätzte man dort seine belebende Wirkung. Mit der Kolonialisierung erreichte der Tee über Land- und Seewege schließlich Europa und ist seither fester Bestandteil unserer Getränkekultur.

Die wichtigsten Anbauländer sind China (vor allem Grüner Tee), Indien (Darjeeling und Assam), Taiwan (Oojong Tee) und Japan (Sencha-Tee).

Bezeichnungen wie Darjeeling, Assam oder Ceylon verraten die Herkunft des Tees. Diese ist entscheidend, da die klimatische Beschaffenheit den Teeblättern ihr eigenes Aroma verleiht. So wächst der Darjeeling am Fuße des Himalajas und besitzt ein leicht blumiges, liebliches Aroma. Je nach Erntezeit wird er als „First Flush“ (März / April), „Second Flush“ (Mai / Juni) und als „autumnal“ (Herbsttee) angeboten.

Mehr zum Teeanbau in Indien lesen Sie hier

Der aus dem Nordosten Indiens stammende Assam ist hingegen für seinen kräftigen und malzigen Geschmack sowie für die schöne rotbraune Farbe bekannt – er ist die Grundlage vieler hervorragender Ostfriesenmischungen.

Blattkunde

Blatt-Tee, Broken-Tee, Fannings oder Dust – wer steigt schon bei diesen Bezeichnungen durch? Dabei ist es ganz einfach, den Überblick zu behalten:

Bevor der Tee in den Handel gelangt, wird er sortiert, und zwar nach Blattgröße. Während es sich bei Blatt- und Broken-Tees um große bzw. mittelgroße Aussiebungen handelt, bezeichnen Fannings und Dust feine bis sehr feine Blätter. Letztere werden fast ausschließlich für Aufgussbeutel verwendet, da sie besonders gut vom Wasser aufgenommen werden.

Festzuhalten bleibt: Die Blattgrößen des Tees haben zunächst keine Aussagekraft hinsichtlich der Qualität. Diese hängt vielmehr von Pflanze, Anbaugebiet, Klima, Erntezeit und Verarbeitung ab.

Teegenuss
© Carmen Steiner - Fotolia

Teegenuss

Ob eine Tasse Tee den wohlverdienten Genuss verspricht, hängt auch von der Zubereitung ab.

Dabei gilt: Schwarzen Tee mit kochendem, grünen Tee mit ca. 70 Grad heißem Wasser übergießen. Die Menge richtet sich nach dem persönlichen Geschmack, liegt jedoch bei etwa einem Teelöffel pro Tasse.

Lesen Sie hier, wie Tee international unterschiedlich zubereitet wird

Tipp: Am besten können sich die Aromen entfalten, wenn die Blätter in einem großen Sieb oder in einer Kanne schwimmen und nicht zu sehr eingeengt sind. Tee verwahrt man in gut verschließbaren Dosen, kühl und trocken verpackt – so lässt er sich bis zu 18 Monaten lagern.

Sie möchten mehr über Tee wissen?

Im Bünting Teemuseum haben Sie die Möglichkeit, sich über eine jahrhundertealte Teekultur sowie über das traditionsreiche Teehandelshaus Bünting zu informieren, das seit 200 Jahren weit über Ostfrieslands Grenzen hinaus Teegeschichte schreibt.

Bünting Teemuseum in der Friesischen Tee-Companie
Brunnenstraße 33
26789 Leer
Telefon 0491/925 00 60