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Honigkunde

Jeder kennt ihn und fast jeder hat ihn schon einmal probiert: das "flüssige Gold" Honig. Doch was wissen Sie eigentlich über Honig, seine Herstellung und die verschiedenen Honigsorten? Woran erkennt man Honig von Qualität? Lesen Sie weiter und erfahren Sie, was Sie schon immer über Honig wissen wollten.

Geschichte

Honig ist ein uralt bekanntes Nahrungsmittel. Schon in der Steinzeit wurde Honig in der Ernährung verwendet, die alten Ägypter nannten ihn "die Speise der Götter". Lange Zeit galt Honig als einzig bekanntes Süßungsmittel.

Herstellung

Honig wird in der Regel von Bienen hergestellt. Auf ihren Streifzügen sammeln die fleißigen kleinen Insekten Blütenstaub und Nektar ("Honigtau"), reichern ihn mit Enzymen an und spritzen ihn in Waben. Dort durchläuft der Honig einen Reifeprozess, bei dem ihm Wasser entzogen wird.
Ende Juli ist der Honig im allgemeinen "reif" und kann geerntet werden.
Übrigens: zwar bringt man Honig eigentlich immer mit Bienen in Verbindung, es gibt aber auch einige Ameisenarten, die Honig produzieren.

"Kalt geschleudert"?

Das Schleudern beschreibt den Prozess der Honiggewinnung aus der Wabe: durch Zentrifugalkraft die beim Drehen der Honigwaben in einer Maschine entsteht, wird der Honig aus den Waben gepresst und kann aufgefangen werden.
Der Begriff "Kaltschleudern" ist dabei etwas irreführend. Honig wird mittlerweile immer bei Zimmertemperatur geschleudert. Die Bezeichnung stammt aus einer Zeit, in der der Honig noch erhitzt wurde, um ihn aus den Waben zu gewinnen und anschließend vom Bienenwachs zu trennen. Diese Praxis wird mittlerweile aber eigentlich nicht mehr angewandt.

Zucker Zucker Zucker!

Es ist richtig, dass Honig überwiegend aus Zucker besteht. Dabei unterscheidet er sich aber in seiner Zusammensetzung: der uns bekannte "weiße" Zucker wird aus Zuckerrohr und Zuckerrüben gewonnen und besteht aus reinem Zweifachzucker. Honig hingegen hat einen hohen Anteil an Frucht- und Traubenzuckern ("einfache Zucker"), die allgemein besser für die Ernährung sind.
Mit Honig gesüßte Speisen sättigen schneller, da der Blutzuckerspiegel langsamer steigt und fällt. Außerdem regt er die Verdauung an.

Honig kaufen

Von außen sieht man einem Honig seine Qualität meistens nicht gleich an. Weder die Bezeichnung kaltgeschleudert, noch wabenecht sind Indikatoren für guten Honig. Das Problem bei vielen Importhonigen ist die Erhitzung: Honige neigen dazu mit der Zeit zu kristallisieren. Das ist kein Anzeichen dafür dass der Honig schlecht geworden ist, sondern ein ganz natürlicher Prozess. Optistisch sieht kristallisierter Honig nicht besonders gut aus, so dass viele Hersteller den Honig erhitzen, um seine Konsitenz zu bewahren. Da die Inhaltsstoffe des Honigs aber sehr hitzempfindlich sind, gehen bei diesem Vorgang viele wichtige Enzyme verloren.
In unserer Honigabteilung finden sie von uns ausschließlich ausgesuchte Honige guter Qualität. Die Kolleginnen und Kollegen aus der Fachabteilung beraten Sie gerne dabei, den passenden Honig für ihre Bedürfnisse zu finden.
Übrigens: auch in unserem Online-Shop finden sie viele Sorten ausgesuchten Honig!

Wie lange ist Honig haltbar?

Prinzipiell kann Honig sehr lange gelagert werden. Bei archäologischen Ausgrabungen in Ägypten soll man sogar mehrere tausend Jahre alten Honig in Tongefäßen gefunden haben, der immer noch "gut" war.
Nichts desto trotz kann Honig wegen seines Zuckergehalts zwar nicht Schimmeln, er kann aber durchaus gären. Der Gärprozess entsteht, wenn der Honig Feuchtigkeit aus der Luft zieht, weswegen das Honigglas immer gut verschlossen gehalten werden sollte.
Außerdem verliert er durch Lichteinstrahlung wertvolle Inhaltsstoffe, lagern sie ihn deswegen am besten dunkel.

Honig und die Gesundheit

Honig ist nicht nur schon lange als gutschmeckendes Nahrungsmittel bekannt, sondern auch seine gesundheitsfördernde Wirkung wird hoch geschätzt. Neben seiner antiseptischen Wirkung, z.B. als Wundauflage, ist er besonders wohltuend bei Halsschmerzen und Magenproblemen.
Nichts desto trotz sollte Honig wegen seines hohen Zuckergehalts in Maßen genossen werden: 2-3 Löffel am Tag, als Brotaufstrich, Zusatz zu Milch und Tee oder im Gebäck sind nicht bedenklich. 

Ist Honig vegan?

Bei dieser Frage scheiden sich die Geister. Es kann angenommen werden, dass Honig ein tierisches Produkt wie z.B. Eier oder Milch ist, da er durch Bienen hergestellt wird.
Wer sich also wegen seiner veganen Ernährungsweise gegen den Verzehr von Honig entscheidet, kann auf andere Produkte ausweichen: eine ebenso leckere Alternative zu Honig sind z.B. Zuckerrüben- oder Ahornsirup.