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Cranberrykunde

Lecker und gesund

In den USA gelten die dunkelroten Beeren schon seit Jahrhunderten als Delikatesse. Aber auch bei uns entdecken immer mehr Gourmets ihren außergewöhnlichen Geschmack und ihre gesundheitsfördernde Wirkung.

Cranberry
© msheldrake / fotolia.de

Als 1620 die ersten europäischen Siedler an der Ostküste Nord - Amerikas landeten, wurden sie von den Ureinwohnern freundlich empfangen. Die Indianer boten den Neuankömmlingen Hilfe bei der Jagd und dem Sammeln von essbaren Früchten an, damit sie nicht verhungern. Aus Dankbarkeit wurde ein gemeinsames Erntedankfest gefeiert – mit Truthahn und Cranberrys.

Damit war eine Tradition geboren und die köstlichen Beeren sind aus der amerikanischen Küche nicht mehr wegzudenken. Die Siedler gaben den Cranberrys übrigens auch ihren heutigen Namen, da die schlanke, pinke Blüte der Cranberry-Pflanze dem Kopf eines Kranichs ähnelt, nannten sie die Frucht „Crane Berry“ (Kranichbeere).

  

Cranberry-Zweig
© Kati Molin / fotolia..de

Beerenstarke Vielfalt

Heute sind die knackigen Beeren mit ihrem dezent herben Geschmack besonders bei Fans der modernen Wellness-Küche gefragt. Sie eignen sich hervorragend für eine Vielzahl von raffinierten Rezepten. Je nach Gericht kann man frische, tiefgekühlte, getrocknete Beeren oder aber auch Saft verwenden:

  • Frische Cranberrys werden meist luftig verpackt, in perforierten Beuteln oder Klarsichtschalen angeboten. Sie verleihen herzhaften und süßen Gerichten eine besondere Note. Allerdings gibt es sie nur während der Saison von September bis Januar.
  • TK-Cranberrys erhalten Sie das ganze Jahr über. Tauen Sie die Beeren vor der Verwendung nicht auf, da sie sonst ihren Biss verlieren. Spülen Sie sie einfach mit kaltem Wasser ab und verwenden Sie sie wie frische Früchte.
  • Der tiefrote Saft ist ideal für Mixgetränke, Shakes und Sorbets. Pur schmeckt er herrlich fruchtig und leicht herb.
  • Getrocknete Cranberrys sind perfekt als gesunder Snack zwischendurch oder als fruchtiges Extra im Müsli oder Joghurt. Viele Rezepte für frische Cranberrys lassen sich auch mit getrockneten Früchten zubereiten.

  

Cranberries frisch, getrocknet und gefroren
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Cranberry-Saft
© ExQuisine / fotolia.de

Power für Geist und Körper 

Während die Indianer auf ihre Erfahrung vertrauten, als sie Cranberrys als Allheilmittel nutzten, ist heute auch wissenschaftlich belegt, dass die Inhaltsstoffe der Beeren positiv auf die Gesundheit wirken. Vor allem als Hausmittel zur Vorbeugung von bakteriellen Blasenentzündungen sind die roten Beeren längst kein Geheimtipp mehr. Außerdem wird Cranberrys eine Schutzwirkung für die Magenschleimhaut zugesprochen.

Übrigens:

Cranberrys enthalten im Vergleich zu anderen Früchten sehr viele antioxidativ wirkende Bestandteile, die Krebs, Diabetes, Atherosklerose, rheumatischen Erkrankungen und vorzeitiger Hautalterung entgegenwirken können. In welcher Form die Beeren genossen werden, ist dabei Nebensache.

   

Trickkiste

Einweichen und backen

Noch intensiver schmecken getrocknete Cranberrys, wenn man sie vor dem Backen für einige Stunden einweicht, z.B. in Rum oder Orangenlikör. Die aromatische Einweichflüssigkeit unbedingt mit verwenden.

Einfrieren und lagern

Bis zu 3 Monate können frische Cranberrys im Klarsichtbeutel im Kühlfach aufbewahrt werden. Die Beeren eignen sich aber auch prima zum Einfrieren, sie müssen vorher nicht gewaschen werden. Sie halten sich so bis zu einem Jahr. Die Cranberrys nicht langsam auftauen, sondern mit kaltem Wasser abspülen und wie frische zubereiten.

Nur kurz kochen

Garen Sie frische Cranberrys, z.B. für Saucen, immer nur so lange in Wasser, bis sie platzen. Längeres Kochen macht sie bitter!