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Chilikunde

Chilikunde
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Sie mögen es scharf in der Küche? Gut so! Wir stellen Ihnen hier die wichtigsten Chilisorten vor.

Chilis stammen ursprünglich aus Mittel- und Südamerika. Im 16. Jahrhundert starteten sie dort ihren scharfen Siegeszug rund um den Globus. Heute sind Chilis aus den Küchen der Welt nicht mehr wegzudenken. Indien z. B. hat den höchsten Pro-Kopf-Verbrauch, in den USA gibt es über 2000 verschiedene Sorten Chilisauce und Salsa, Gourmets verkosten sie wie edle Weine und auch bei Otto-Normal-Verbaucher werden die Schoten immer beliebter. So gibt es mittlerweile eine Vielzahl von Produkten, die mit Chili aromatisch verschärft wurden, z. B. Chips, Saucen, Dips und Schokolade.
 

Wichtige Sorten

Die Schoten lassen sich vielseitig verwenden. Und jede Sorte hat ihr typisches, unverkennbares Aroma. Experten schätzen vor allem folgende Sorten:
    

Bhut Jolokia
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Bhut Jolokia 

Der schärfste Chili der Welt! Die orangefarbenen bis roten 5 - 8,5 cm langen Schoten haben ein süßlich-fruchtiges Aroma und eignen sich prima zum Würzen von extrafeurigem Chili con Carne. Bei uns gibt es sie meist nur getrocknet, d. h., man lässt sie entweder über Nacht in Wasser aufquellen oder röstet sie in einer Pfanne ohne Fett an und zerkleinert sie dann in einem Mörser zu Pulver.

Cayenne
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Cayenne 

Klassischer roter Chili aus Südamerika, der mehr als 20 cm lang werden kann. Neben der beißenden Schärfe ist für ihn der rauchige, etwas bittere Geschmack typisch. Industriell wird der größte Teil der Cayenne-Produktion als Gewürz zu Pulver vermahlen. In der US-Südstaaten-Küche ist er unentbehrlich.

Cherry Bomb
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Cherry Bomb 

Die runden, roten, fleischigen Schoten sehen aus wie Kirschtomaten. Doch die harmlose Optik kann täuschen. Cherry Bombs können feurig scharf sein. Aber es gibt auch mildere Sorten. Sie eignen sich toll für peppige Salate, zum Einlegen in Essig und als Snack mit Käse gefüllt.

Habanero
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Habanero  

Extrem feuriger Chili aus Mexiko mit fruchtigem Aroma. Er ist eine Basiszutat für Chilisaucen und Salsas. Neben den orangefarbigen Habaneros gibt es auch rote. Die Schoten lassen sich prima einlegen oder trocknen.

Jalapeño
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Jalapeño 

Der Chili für Tex-Mex-Gerichte. Die ca. 7 - 8 cm langen, dickfleischigen Schoten sind bei uns meist eingelegt im Glas erhältlich, oft in Ringe geschnitten. Man nimmt sie z. B. zum Belegen von Nachos oder serviert sie paniert, mit Käse gefüllt und frittiert als Snack. Frisch sind sie schön knackig und eignen sich für Salsas und Salate. Chipotle sind übrigens über Mesquite-Holz geräucherte Jalapeños mit typisch rauchigem Aroma.

Heißes Heilmittel 

Auch die Medizin hat den Nutzen der Schoten erkannt. Erfolgreich werden Chiliwirkstoffe unter anderem gegen Hexenschuss, Migräne, Gürtelrose und Kreislaufbeschwerden eingesetzt. Mehr Information finden Sie z. B. unter www.pepperworld.com.

Trickkiste

Brandschutz

Vorsicht! Chiliaroma bzw.-kerne nicht an die Schleimhäute, vor allem nicht in die Augen kommen lassen! Deshalb zum Verarbeiten von Chilis Handschuhe tragen oder anschließend gründlich die Hände waschen.

Erste Hilfe

Wenn der Chili zu scharf war, hilft etwas kühle Milch, Joghurt oder Reis,um das Brennen im Mund zu mindern. Wasser hilft dagegen nicht.

Schoten entschärfen

Milder wird es, wenn Sie den oberen Teil der Chili und die Scheidewände abschneiden, da hier die Schärfe produziert wird. Die Samen sollten ebenfalls entfernt werden.

Chilis aus dem Eis

Ohne vorheriges Blanchieren lassen sich die Schoten einfrieren. Scheidewände und Samen sollten aber vorher entfernt werden.