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Die bekanntesten Biersorten

Welches Bier macht den Durst erst schön?

Biersorten
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Welche Sorte soll es sein: obergärig oder untergärig? Untergäriges Bier heißt so, weil die Gärung sich bei unteren Temperaturen (5 - 10 °C) abspielt. Die Hefe setzt sich dabei unten im Bottich ab. Zu dieser Sorte gehört das beliebte Pilsener.

Bei obergärigem Bier erfolgt die Gärung bei oberen Temperaturen (12 - 25 °C), wobei die Hefe nach oben steigt. Dieses Verfahren ist uralt, weshalb Biere dieser Brauart als „Alt“ bezeichnet werden.

  • Alt 

    Obergäriges Vollbier von dunkler Farbe und mit betontem Hopfencharakter. Ursprünglich im rheinischen Westen beheimatet, inzwischen auch im Norden.
  • Alkoholfreies Bier

    Bier, dem in einem Spezialverfahren der Alkohol entzogen wird. Als Rest bleibt maximal 0,5 % Vol. Alkohol. Nach deutschem Reinheitsgebot gebraut.
  • Berliner Weiße

    Obergäriges, schwach gehopftes Bier mit hohem Kohlensäuregehalt, hergestellt aus einem Gemisch von Gerstenund Weizenmalz.
  • Bockbier

    Untergäriges Starkbier, benannt nach der Stadt Einbeck, früher „Aimpöck“, wo solches Bier erstmals gebraut wurde. Die Herstellung ist meist an bestimmte Jahreszeiten gebunden, z. B.Maibock. 
  • Exportbier

    Untergäriges Vollbier, meist hell, im Bierland Bayern auch dunkel. Stärker eingebraut, wodurch es sich früher besonders für den Export eignete.
  • Kölsch

    Helles obergäriges Vollbier mit besonderer Betonung des Hopfencharakters. Die Herstellung ist ausschließlich auf den Kölner Raum beschränkt. 
  • Leichtbier

    Bier mit geringerem Kaloriengehalt und Alkoholgehalt (ca. 2–3,2 % Vol. Alkohol) als Vollbier (ca. 4–5 % Vol. Alkohol). 
  • Märzen

    Untergäriges Vollbier, vollmundig und mit betontem Malzaroma, schwach gehopft. Hauptsaison ist der März. 
  • Pils(ener)

    Helles untergäriges Bier mit meist kräftigem Hopfengeschmack. Benannt nach der böhmischen Stadt Pilsen, wo es 1842 zum ersten Mal gebraut wurde. Heute der berühmteste Biertyp. 
  • Schwarzbier

    Dunkles untergäriges Bier von Pilsener Brauart. 
  • Starkbier

    So heißen alle Biere mit einem höheren Gehalt an Extraktstoffen vor der Gärung, woraus sich dann auch ein höherer Alkoholgehalt ergibt. 
  • Weizenbier

    Helles obergäriges Vollbier, aus Weizenmalz gebraut, stark kohlensäurehaltig. Auch Weißbier genannt.

 

Bier macht nicht dick!

Ein schlechtes Gewissen muss niemand haben, wenn er sich ein Bier gönnt. Denn der „Bierbauch“ ist eine Legende.

Der Duden sagt: „Bierbauch, umgangssprachlich für dicker Bauch”. Doch hier führt die Duden-Redaktion auf die falsche Fährte. Denn dicke Bäuche gibt es zwar zuhauf, doch diese Bäuche kommen eindeutig und wissenschaftlich erwiesen nicht vom Bier. Bier macht nicht dick, denn es hat nach Wasser und Tee die wenigsten Kalorien.

Eine tschechische Studie stellte fest: Männlicher Biergenuss hat nichts zu tun mit dem Leibesumfang. Und Frauen, die moderat Bier trinken, sind im Durchschnitt sogar etwas dünner als ihre abstinent lebenden Geschlechtsgenossinnen. Auch ein Blick auf die Kalorientabelle zeigt: Bier hat mit 76 Kilokalorien (kcal) pro 200 ml weniger Kalorien als Apfelsaft (96 kcal). Auch Milch ist kalorienreicher (136 kcal) und Rotwein hat mit 148 kcal doppelt so viele Kalorien wie Bier. Beim Vergleich mit fester Nahrung wird’s noch deutlicher: Eine Scheibe Roggenbrot mit Butter und Mortadella hat mit 357 kcal mehr als das Vierfache eines Glases Bier.

Bierzeit ist Sommerzeit

Im Biergarten
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Für jede Gelegenheit das richtige Bier. Hier einige Tipps rund um verschiedene Sorten und den richtigen Umgang.

Bier verträgt Wärme ebenso wenig wie Licht. Kühl und dunkel muss es aufbewahrt werden, also niemals in der Sonne oder im Heizungskeller. Auch Neonlicht ist abträglich.

Wenn Bier älter als 4 Monate wird, verändert sich der Geschmack und auch die obligate Schaumkrone fällt dann dünn aus oder bildet sich gar nicht mehr. Beim Kauf finden Sie auf dem Etikett das Mindesthaltbarkeitsdatum.

Bier entwickelt sich am besten gut temperiert (7–9 °C), was in früheren Zeiten selten möglich war. Erst der deutsche Wissenschaftler Carl von Linde löste das Problem der Kühlung 1877 mit seinem Patent einer Ammoniak- Kältemaschine, wofür er weltweit Bewunderung erntete.

Bier einschenken
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Richtig eingeschenkt - So geht’s:

Egal, ob Pils, Weizen oder Alt – ein Bier muss richtig eingeschenkt werden, damit es voll zur Geltung kommen kann.

Halten Sie das Glas gerade und gießen Sie das Bier in die Mitte. Das volle Glas kurz absetzen und warten, bis der Schaum sich gesetzt hat. Die Prozedur wird wiederholt, bis sich oben auf dem Bier eine schöne Schaumkrone gebildet hat.


Achtung beim Weizenbier: Das Glas schräg halten, aus der Flasche langsam einschenken, die Hefe durch Rollen der Flasche lösen und zum Schluss mit Schwung in das Glas füllen.