Kaffee
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Die ganze Welt des Kaffees

Kaffee ist Genuss- und Hilfsmittel in einem. Grund genug, das beliebteste Getränk der Deutschen mal näher unter die Lupe zu nehmen.

Von der Kaffeekirsche zur Röstbohne

Bevor die Kaffeebohne uns den gewohnten aromatischen Genuss bescheren kann, hat sie schon einen langen Weg hinter sich: Als Samen des Kaffeebaums werden die Kaffeebohnen aus den vollreifen Früchten – den Kaffeekirschen – gewonnen. Nachdem Fruchtfleisch, Schale und Silberhäutchen entfernt wurden, entsteht im Anschluss an eine Trocknungsphase der helle, grünliche Rohkaffee. Dieser wird meist aus Südamerika oder Afrika per Schiff nach Deutschland gebracht und in der Regel hier vor Ort geröstet. Erst dadurch erhalten die Bohnen ihre Braunfärbung und das typische Aroma.

Kaffeevarianten 

Kaffee gibt es heute in vielen Varianten und jeder kann seine ganz individuelle Lieblingskaffeesorte herausfinden. Dazu sollte man die folgenden Haupt-Kaffeevarianten kennen:

Latte macchiato
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  • Filterkaffee: Das Kaffeepulver wird in einen Filter gegeben und mit heißem Wasser aufgebrüht.
  • Milchkaffee: Enthält neben Filterkaffee die gleiche Menge warme Milch (z.T. auch Milchschaum).
  • Espresso: Wird in der Espressomaschine unter Druck hergestellt. Optimal sind dabei 9 bar – die erreichen aber nur professionelle Espresso-Maschinen. Die Kaffeebohnen wurden besonders lange und heiß geröstet, so dass Espresso einen weitaus kräftigeren Geschmack als Filterkaffee hat.
  • Cappuccino: Besteht zu gleichen Teilen aus Espresso, heißer Milch und cremigem Milchschaum. Oben setzt sich die sogenannte braune Crema des Espressos ab.
  • Latte macchiato: Wird typischerweise im Glas serviert und zeichnet sich durch die eindrucksvolle Schichtung von Milch (2/3), Espresso (1/3) und festem Milchschaum aus. Manche verfeinern ihn gern mit süßen Sirups, z.B. in den Geschmacksrichtungen Vanille, Karamell, Amaretto oder Mandel.
  • Mokka: Es handelt sich um ein Trübgetränk, denn die staubfein gemahlenen Bohnen werden erst mit kaltem Wasser angesetzt und dann gekocht. Ein Filtern erfolgt hier nicht.

Kaffee zum Wachwerden? 

Das Koffein im Kaffee wirkt anregend auf unseren Kreislauf. Kleine Müdigkeitsphasen können so zumindest für kurze Zeit überwunden werden. Circa 20 - 30 Minuten nach dem Genuss zeigt sich die anregende Wirkung auf das Atem-, Kreislauf- und Zentralnervensystem. Menschen, die empfindlich auf Koffein reagieren oder übermäßig viel aufgenommen haben, können jedoch anschließend unter Schlafstörungen, Unruhe, Nervosität oder Herzrasen leiden.

Kaffee mit Sirup

So peppen Sie Ihren Kaffee auf 

Fehlt Ihnen manchmal auch die Abwechslung auf dem Frühstückstisch? Dann haben wir was für Sie! Mit einem Sirup zaubern Sie aus simplem Milchkaffee im Handumdrehen z.B. einen leckeren Karamell-Macchiato. Einfach 1,5 cl Sirup – wer es noch süßer mag, nimmt gerne ein bisschen mehr – in den Kaffee geben, umrühren und genießen. Die Vielfalt ist grenzenlos – probieren Sie auch andere Geschmacksrichtungen wie Vanille, Mandel, Zimt, weiße Schokolade oder Amaretto!

So bleibt Kaffee frisch 

Egal ob Sie Röstkaffee aus ganzen Bohnen oder die gemahlene Variante bevorzugen, für beide gilt: Brauchen Sie den Kaffee möglichst schnell auf, nachdem die Packung geöffnet wurde. Denn leider verliert gerösteter Kaffee, insbesondere gemahlener, schnell sein Aroma und kann ranzig werden. Ist die Packung geöffnet, lagern Sie das duftende Kaffeepulver am besten in einer verschließbaren Dose mitsamt der Alu-Verpackung. Besonders gut eignen sich Porzellan oder ein Behälter aus dunklem Glas, da sie keinen Geschmack abgeben.

Espresso - der Herr des Kaffees

Für den perfekten Espresso braucht es nicht nur eine gute Maschine und spezielle Bohnen, mittlerweile gibt es auch immer mehr professionelle Kaffee-Zubereiter, die sich der Aufgabe annehmen. Diese Baristi (im Singular Barista, italienisch für Barkeeper) werden in den Bereichen Kaffeesorten und -röstung, dem Aufschäumen von Milch sowie der Bedienung und Wartung der Espresso-Maschinen ausgebildet. Ihr Können stellen sie jedes Jahr auf der Barista-Weltmeisterschaft unter Beweis. Hier wird vor allem auch die „Latte-Art“ zelebriert, die Kunst mit Milch kleine Bildchen in die Crema zu malen. Beliebte Motive sind dabei Efeublätter und Herzen. Besonders kunstfertige Baristi zaubern aber auch Schwäne oder sogar Drachen.

Der perfekte Milchschaum
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Wie gelingt der perfekte Milchschaum? 

Das Eiweiß macht’s: Anders als bisher angenommen ist nicht der Fettgehalt der Milch entscheidend für schönen Schaum, sondern das darin enthaltene Eiweiß. Ab einer Temperatur von 40 - 50 °C entwickelt dieses nämlich klebende Eigenschaften – die Eiweiße docken aneinander und schließen Luft ein. Aber Vorsicht: erhitzt man die Milch zu sehr (über 70 °C) fällt der Schaum wieder in sich zusammen. Tipp: H-Milch eignet sich besonders gut zum Schäumen, da ihre Eiweiße bereits denaturiert sind.

Am einfachsten gelingt Milchschaum mit einem Spezialgerät wie einem Kannen-Milchaufschäumer oder einem elektrischen Quirl. Sollten Sie einmal kein solches Gerät zur Hand haben, greifen Sie einfach zum herkömmlichen Schneebesen: Diesen in einen hohen Topf halten und zwischen den Händen drehen, bis die Milch schön schaumig ist. Ist zwar ein bisschen anstrengender, aber genauso lecker.