Heilpflanzen
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Kleines Heilpflanzen-ABC

Natürlich ist nicht gegen alles ein Kraut gewachsen – aber viele kleine Beschwerden und Wehwehchen können mit Pflanzenkraft gelindert werden.

Anis
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Anis

Bei Verdauungsbeschwerden, Völlegefühl

Der lateinische Name klingt wie eine Märchenfigur: Pimpinella anisum. Den typischen Geschmack von Anis kennen wir von Getränken wie Ouzo und Pastis oder von Anisbonbons. In Indien kaut man Anissamen nach dem Essen, da sie die Verdauung unterstützen. Oft ist Anis zusammen mit Fenchel und Kümmel als Tee erhältlich – dieser hilft bei Magenbeschwerden, Blähungen und Völlegefühl. Bei stillenden Müttern regt er die Milchbildung an.

Arnika
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Arnika

Bei Verstauchungen, Schwellungen und Prellungen, als Salbe oder Tinktur

„Arnika ist nicht mit Gold zu bezahlen“, soll Pfarrer Kneipp einmal gesagt haben. Die goldgelbe Bergblume gehört zur Familie der Korbblütler und hat äußerlich angewendet eine wundheilende Wirkung, weshalb sie in vielen Cremes und Salben enthalten ist. Sie wirkt entzündungshemmend, schmerzstillend und vermindert die Verbreitung von Keimen. Auch in der Homöopathie spielen Arnika-„Kügelchen“ eine große Rolle: Sie werden sofort bei Verletzungen eingenommen.

Baldrian
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Baldrian

Bei Schlafstörungen, Stress, Ängstlichkeit, nervöser Unruhe, Prüfungsangst

Unruhe, Schlafstörungen und Unkonzentriertheit sind ein klassischer Fall für Baldrian. Seine Pflanzenstoffe, Öle und Alkaloide wirken stabilisierend auf unser seelisches Wohlbefinden. Inzwischen ist belegt, dass die Inhaltsstoffe der Wurzel hemmend auf Botenstoffe des zentralen Nervensystems wirken. Wer unter Anspannung oder Schlafstörungen leidet, kann jeden Abend eine Tasse Baldriantee trinken. Achtung: Es dauert mindestens zwei Wochen, bis die Wirkung einsetzt. Vorteil: Baldrian macht tagsüber nicht müde!

Brennnessel
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Brennnessel

Bei Harnwegsbeschwerden, zur Unterstützung gegen geschwollene Beine oder bei Diäten

Sie schmerzt, verursacht rote Pusteln und ist in Gartenbeeten gar nicht gern gesehen – dabei verfügt die grüne Pflanze über Kräfte, die man ihr gar nicht zutraut! Die pelzigen Blätter stecken voller Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Als Tee hat die Brennnessel eine entwässernde, entschlackende sowie blutreinigende Wirkung.

Johanniskraut
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Johanniskraut

Bei innerer Unruhe, Melancholie, Stimmungsschwankungen

Das leuchtend gelbe Johanniskraut ist als natürliches Antidepressivum bekannt, das bei Erschöpfung, nervöser Unruhe, Stress und Stimmungsschwankungen die Nerven stärkt. Johanniskraut können Sie als Tee oder in Tablettenform zu sich nehmen. Es muss über einen längeren Zeitraum (mindestens zwei Wochen) eingenommen werden, allerdings können Nebenwirkungen wie überhöhte Lichtempfindlichkeit oder Kopfschmerzen auftreten.

Kamille
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Kamille

Bei Magenreizung, Nasen-Nebenhöhlen-Entzündung, Entzündungen der Mundschleimhaut, Hautreizungen

Schon unsere Urgroßmütter setzten bei Magenschmerzen auf die kleinen Blüten, die früher auf jeder Wiese zu finden waren. Völlig zu Recht, denn Kamille wirkt entzündungshemmend, krampflösend und antibakteriell. Tees bzw. Tinkturen der Pflanze lassen sich sowohl innerlich als auch äußerlich anwenden. Die Vielzahl an ätherischen Ölen wie Bisabolol (das übrigens auch in vielen Hautcremes enthalten ist) macht die Kamille so wertvoll.

Lavendel
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Lavendel

Bei Ein- und Durchschlafschwierigkeiten, nervöser Unruhe

Wer einmal in der Provence vor einem blühenden Lavendelfeld stand, glaubt sofort an den beruhigenden, entspannenden Effekt dieser wunderbar duftenden Pflanze – „Nervenkräutlein“ wird sie umgangssprachlich auch genannt. Ihre Wirkung entfaltet sie allein über unser Riechzentrum, da der Lavendel über das limbische System im Gehirn beruhigende und entspannende Signale aussendet. Lavendel ist als Bad oder in Kräutersäckchen in Bettnähe anwendbar!

Lindenblüten
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Lindenblüten

Bei Fieber, Reizhusten, leichten Kopfschmerzen

Linden stehen an fast jeder Straßenecke. Aus den Blüten wird ein Extrakt gewonnen, der wertvolle Stoffe enthält, die z.B. gereizte Schleimhäute in Mund und Rachen beruhigen. Bei lästigem Reizhusten hilft es, mehrmals täglich eine Tasse Tee zu trinken. Dieser wirkt außerdem schweißtreibend und unterstützt somit bei Erkältungen mit Fieber das Schwitzen. Die entspannende Wirkung kann leichte Spannungskopfschmerzen vertreiben.

Pfefferminze
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Pfefferminze

Bei Blähungen, Völlegefühl, Kopfweh, Konzentrationsschwierigkeiten

Durch sie erhalten Bonbons und Kaugummis den typischen Geschmack, aber auch als Tee ist die Pflanze ein echter Evergreen. Heilende Kräfte trauen ihr die Wenigsten zu, doch das enthaltene ätherische Öl hat eine entkrampfende Wirkung und hilft als Tee z.B. bei Blähungen, Reizdarm oder Bauchkrämpfen. Außerdem vertreibt es, äußerlich als Massageöl angewendet Kopfschmerzen (das Öl unbedingt vor Gebrauch verdünnen!).

Ringelblume
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Ringelblume

Bei Hautreizungen, Entzündungen, Übelkeit, Kopfschmerzen

Die einjährige Ringelblume (auch unter dem Namen Calendula bekannt) aus der Familie der Korbblütler ist in jedem Garten ein Farbtupfer. In Salben und Cremes haben die wohlriechenden Pflanzenstoffe eine entzündungshemmende, wundheilende und keimtötende Wirkung und sind dabei so sanft, dass sie häufig in Babypflegeprodukten enthalten sind. Weniger bekannt ist Ringelblumentee, der aber gut gegen Übelkeit, Magen-Darm-Erkrankungen oder Regelbeschwerden hilft.

Salbei
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Salbei

Bei Halsschmerzen, Heiserkeit, übermäßigem Schwitzen, Zahnfleischentzündungen

Gegen Halsentzündungen ist dieses Kraut gewachsen: Salbei hat eine desinfizierende sowie entzündungshemmende Wirkung. Sein ätherisches Öl verhindert die Ausbreitung der Krankheitserreger. Es sind außerdem Gerbstoffe enthalten, die das Zusammenziehen der Schleimhaut bewirken: So können Viren und Bakterien nicht mehr so leicht durchdringen, Wunden schließen sich schneller. Bei Halsschmerzen wird der Tee stündlich gegurgelt, Zahnfleischentzündungen können mit einer Tinktur betupft werden. Getrunken wirkt der Tee außerdem gegen übermäßiges Schwitzen – allerdings nicht mehr als drei Tassen pro Tag!

Thymian
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Tymian

Bei Husten, Schnupfen, Erkältungen

Thymol heißt das ätherische Öl der wohlriechenden Pflanze, die vor allem Gerichte der Mittelmeerküche verfeinert. Thymol stärkt das Immunsystem, wirkt schleimlösend, antimikrobiell und hilft, Husten oder Schnupfen zu lösen. Auch in vielen Hustensäften ist das Öl enthalten. Es hemmt sowohl das Bakterien- als auch das Virenwachstum, wirkt krampflösend und schmerzlindernd. Als Tee zum Trinken, bei Erkältungen, aber auch sehr gut zum Inhalieren, bei Halsschmerzen zum Gurgeln geeignet.

Hinweis
Bei Unsicherheiten oder Fragen unbedingt den Rat eines Arztes oder Apothekers hinzuziehen!

Tipp
Tees, die ätherische Öle enthalten, sollten immer zugedeckt ziehen, damit sich das wertvolle Öl nicht verflüchtigt.