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Heilbäder im Winter

Ein warmes Bad entspannt nicht nur – zusammen mit wohltuenden Badezusätzen aus ätherischen Ölen tun Sie auch was Gutes für Ihre Gesundheit.

Heilbad im Winter
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Gerade bei einer beginnenden Erkältung können Bäder Wunder wirken. Entscheidenden Anteil daran haben ätherische Öle.
Dabei handelt es sich um lösliche Extrakte, die durch Wasserdampf-Destillation aus Pflanzen gewonnen werden.

Heutzutage werden ätherische Öle als Duftstoffe in der Kosmetik-Industrie oder auch als Gewürze in der Küche verwendet.

Dank ihrer charakteristischen Gerüche sind sie auch in der Aromatherapie und als Badezusatz sehr beliebt, denn schon die alten Griechen wussten: „Das beste Rezept für die Gesundheit besteht darin, dem Gehirn süße Düfte zuzuführen.“

Dank ihrer kleinen Molekularstruktur gelangen ätherische Öle einfach über die Haut bzw. die Schleimhäute in das Gewebe und den Blutkreislauf und wirken so wohltuend im gesamten Organismus. Allerdings sollten Sie darauf achten, dass Sie ätherische Öle nur stark verdünnt anwenden, da es sonst zu einer Schleimhautreizung kommen kann. Einfacher ist es einen fertigen Badezusatz zu kaufen, in dem die ätherischen Öle bereits verdünnt sind. Auch bei Ihren Kindern sollten Sie vorsichtig sein und ätherische Öle nicht im Mund- und Nasebereich anwenden, dies kann bei den Kleinen zu Atemnot führen. Asthmatiker sollten vorher ihren Arzt konsultieren.

Badezusätze

Bei Erkältungen und Verspannungen verschaffen warme Bäder oft Linderung. Einen wohltuenden Badezusatz mit ins Wasser geben und schon schrumpfen die Probleme. Doch welcher Badezusatz hilft bei welchen Beschwerden?

Lavendel

Öl der blauvioletten Blüten wirkt beruhigend und entkrampfend und hilft besonders Menschen, die unter Nervosität, Unruhe und Schlaflosigkeit leiden. Tipp: Baden Sie am besten kurz vor dem Schlafengehen, die Entspannung wirkt schlaffördernd!

Eukalyptus

Nicht nur bei Koalas beliebt! Das intensiv riechende Öl löst den Schleim aus Bronchien sowie Nasennebenhöhlen und hilft beim Abhusten und Durchatmen. Viele Erkältungsbäder enthalten neben Eukalyptus auch andere wohltuende ätherische Öle, wie Thymian oder Latschenkiefer, die dessen Wirkung unterstützen.

Rosmarin

Falls Sie unter niedrigem Blutdruck leiden, sollten Sie zu Badezusätzen mit Rosmarinöl greifen. Seine durchblutungsfördernde Wirkung sorgt zudem für warme Hände und Füße – also genau das Richtige für frostige Winterabende.

Wacholder

Wärme ist im Winter nie verkehrt. Wer zusätzlich mit Rheuma und Gelenkschmerzen zu kämpfen hat, sollte zu Badezusätzen mit Wacholderöl greifen. Diese wirken antibakteriell und schmerzlindernd. Falls Sie allerdings unter einer Nierenentzündung leiden oder schwanger sind, sollten Sie auf die Anwendung von Wacholder verzichten.

Kiefernadeln

Ein beliebter Badezusatz ist das Öl der Kiefernadeln und anderer Nadelbäume, wie z.B. Fichten. Sie wirken sowohl bei entzündlichen Erkältungen der Atemwege als auch bei rheumatischen Beschwerden lindernd.

Wertvolle Badetipps

  • Die optimale Badetemperatur liegt zwischen 36 und 38 °C. Höhere Temperaturen können Ihrem Kreislauf schaden.
  • Machen Sie die Wanne nicht zu voll, da sonst Herz und Kreislauf unnötig stark belastet werden. Falls Sie generell einen schwachen Kreislauf haben, sollten Sie die Arme nicht ins Wasser eintauchen, sondern auf dem Wannenrand abstützen.
  • Bleiben Sie nicht länger als 20 Minuten in der Wanne. Sobald Sie anfangen zu frieren, sollten Sie das Bad beenden.
  • Steigen Sie nicht zu schnell aus der Wanne aus, duschen Sie Seifenrückstände ab und geben Sie Ihrem Kreislauf Zeit, sich wieder zu stabilisieren.
  • Gönnen Sie sich nach dem Baden mindestens eine halbe Stunde Ruhe, dann hält Ihre Entspannung länger vor. Wickeln Sie sich einfach in eine kuschelige Decke und machen es sich mit einem Buch gemütlich!