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Fructoseintoleranz
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Fructoseintoleranz

Fructose bzw. Fruchtzucker findet sich
- wie der Name schon vermuten lässt -
vermehrt in Obst. Auch in Honig ist viel Fruchtzucker enthalten. Menschen, die an einer Fructoseintoleranz leiden, können die Fructose nicht vernünftig abbauen.

Nicht zu verwechseln ist die gängige Fructoseintoleranz mit der erblichen Fructoseintoleranz, die häufig schon im Säuglingsalter entdeckt und mit einen absoluten Fructoseverzicht therapiert wird.


Wie äußert sich die Fructoseintoleranz? 

Normalerweise wird im Dünndarm der Fruchtzucker ins Blut aufgenommen. Bei den Betroffenen verbleibt er im Darm und gelangt weiter in den Dickdarm. Dort vergärt der Fruchtzucker zu Abbauprodukten und Gasen, die Blähungen und Durchfall auslösen.
Die Betroffen leiden sehr häufig zusätzlich unter Bauchkrämpfen, Übelkeit, Völlegefühl oder Depressionen.

Wie finde ich heraus, dass ich unter der Fructoseintoleranz leide?

Eine korrekte Diagnose kann nur mit dem sogenannten Wasserstoff- Atemtest sichergestellt werden. Die Testperson trinkt zu Beginn des Tests eine konzentrierte Fructoselösung. Alle 30 Minuten und in einem Zeitraum von mindestens zwei Stunden wird nun der Wasserstoffgehalt im Atem gemessen.

Wird die aufgenommene Fructose nun nicht im Dünndarm aufgenommen, sondern erst im Dickdarm weiterverarbeitet, entstehen Gase und somit auch Wasserstoff (H2), der jetzt in der Atemluft messbar ist.

Ist der Betroffene also fructoseintolerant, steigt der Wasserstoffgehalt im Atem erheblich an. Zusätzlich begleitende Beschwerden wie Blähungen oder Bauchschmerzen werden protokolliert.

Und nach der Diagnose?

Zunächst sollte man in der sogenannten Diätphase in den ersten zwei bis drei Wochen vollständig auf fructosehaltige Produkte verzichten. Sehr viel Fructose ist enthalten in:

Obst: Trockenobst, Frischobst, Obstsäfte
Aufstriche: Marmelade, Honig, Konfitüre
Getränke: Wein, Softdrinks
Desserts: Fruchtjoghurt, Fruchteis, Pudding
Sonstiges: Süßigkeiten mit Fruchtauszügen, Fertiggerichte, Mayonnaise

In den meisten Fällen vertragen die Betroffenen ebenso wenig den Zuckeraustauschstoff Sorbit. Dieser ist enthalten in:

•    Kalorienreduzierten Softdrinks, Diät- und Diabetikerprodukten
•    Brot und Backwaren
•    Süßwaren, Eis, Schaumwein
•    Ketchup, Alkohol, Konserven mit Zucker
•    Zuckerfreier Kaugummi und Bonbons
•    Zahnpflegemittel/ zahnschonende Lebensmittel
•    Trockenobst, Müsli, Kakaozubereitungen

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In der Regel klingen die Beschwerden in der Diätphase fast vollständig ab. Im zweiten Schritt, der Testphase, ist herauszufinden, welche Nahrungsmittel individuell vertragen werden, um eine möglichst ausgewogene Ernährung zu gewährleisten. Die Fructoseintoleranz ist bei jedem Menschen ganz unterschiedlich ausgeprägt.

Es wird nun ein Ernährungsprotokoll geführt und beim Betroffenen ganz gezielt fructosehaltige Nahrungsmittel auf ihre persönliche Verträglichkeit getestet. So variiert die vertragene Menge von Fructose erheblich, ebenso die Ausgeprägtheit der Beschwerden.

Der Betroffene kann nun anhand seiner persönlichen Nahrungsliste seine Ernährung auf eine ausgewogene und vollwertige Ernährung umstellen, aus der er nun die tatsächlichen unverträglichen Lebensmittel ausklammern muss.