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Diabetes
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Diabetes


Diabetes wird auch als Zuckerkrankheit bezeichnet. Entsprechend den Ursachen unterscheidet man zwei verschiedene Diabetikertypen.

Typ-I-Diabetiker

Typ-I-Diabetiker haben einen absoluten Insulinmangel. Über die Ursachen gibt es Vermutungen, z. B. geht man davon aus, dass Erbfaktoren und Virusinfekte eine Rolle spielen.

Typ-II-Diabetiker

Die am häufigsten auftretende Art von Diabetes ist der Typ-II-Diabetiker. Übergewicht ist dabei ein wichtiger Risikofaktor. Beim Typ-II-Diabetiker produziert die Bauchspeicheldrüse in der Regel noch ausreichend Insulin. Das Insulin kann jedoch schlechter wirken, weil die Aufnahme in die Zellen im Körper durch das Übergewicht verhindert ist.

Dauerhaft hohe Blutzuckerwerte führen zu Schäden an großen und kleinen Blutgefäßen. Bedingt durch verengte oder sogar verschlossene Gefäße (Arteriosklerose) wird das Gewebe nicht mehr ausreichend mit Nährstoffen versorgt und es entwickeln sich gravierende Folgeerkrankungen an:

  • Herz (Herzinfakt)
  • Augen (Schädigung des Augenhintergrundes – im schlimmsten Fall: Erblindung)
  • Nieren (Schädigung der Nieren – im schlimmsten Fall: Dialyse)
  • Nerven (Schädigung der Nerven – Gefühlsstörungen, vermindertes Schmerz- und Temperaturempfinden, Durchblutungsstörungen z. B. Diabetischer Fuß).

       

Ziele der Diabetikerernährung

Bei der Diabetiker Ernährung steht eine dauerhaft gute Einstellung der Blutzuckerwerte im Vordergrund, um Folgeschäden zu verhindern. Dies kann beim übergewichtigen Typ II Diabetiker meist schon mit einer abwechslungsreichen, vollwertigen Mischkost und Gewichtsabnahme erreicht werden.

Da eine Reduktion des Körpergewichts zur Senkung des Blutzuckerspiegels führt, steht eine Gewichtsabnahme im Vordergrund. Bedenken Sie: Schon eine Reduzierung Ihres Körpergewichtes um 5% - 10% kann eine spürbare Verbesserung bringen. Zu deren Erreichung wird eine stark fettreduzierte, kohlenhydratmoderate Kost mit reichlich Gemüse und Vollkornprodukten empfohlen.

Erfolge sind auch bei der „mediterran“ ausgerichteten Kost nachgewiesen. Nahrungsmittel wie z. B. Hülsenfrüchte, Gemüse und Salate stehen hier an erster Stelle. Patienten, die einer Insulintherapie unterliegen, sollten eine individuelle Ernährungsberatung in Anspruch nehmen.
  

Diabetes und Bewegung

Neben der Ernährung kann der Blutzucker mittels Muskeltätigkeit reguliert werden. Regelmäßige Bewegung und Sport sind deshalb ein wichtiger Teil der Diabetes-Therapie. Nicht nur der Blutzuckerwerte, sondern auch die Blutfettwerte können durch körperliche Aktivität beeinflusst werden – regelmäßige leichte Ausdauer-Bewegung lässt das gute Cholesterin ansteigen. Durch das Verbrennen von Kalorien tragen Sie gleichzeitig zum Abbau oder der Vermeidung von Übergewicht bei.

Wenn Sie intensiver trainieren möchten, besprechen Sie die richtige Strategie mit Ihrem Arzt oder Ihrer Diabetes-Beraterin. Bei Krankheiten, sehr niedrigen oder hohen Blutzuckerwerten, sollten Sie ebenfalls ärztlichen Rat einholen.